Wichtiger Hinweis
zur Vorgehensweise

Das Vorgehen der integra-
tiven Lerntherapie umfasst
vier Schritte, die ständig
dokumentiert werden, um
für alle Beteiligten die Ent-
wicklung sichtbar zu machen.

1. Analyse der Lernstruktur

2. Festlegung der Thera-
pieziele, abgeleitet aus den
Ergebnissen der Diagnostik

3. Planung der pädago-
gischen und therapeu-
tischen Interventionen

4. Durchführung, Reflexion
und Anpassung dieser
Interventionen


>>> Haben Sie Fragen?
Bitte nehmen Sie Kontakt
mit mir auf!

 
     
 
 

Elterninfo - Was Eltern über integrative Lerntherapie wissen sollten

Welche Kinder brauchen eine integrative Lerntherapie?

Das Angebot der integrativen Lerntherapie wird überwiegend genutzt von Kindern und Jugendlichen, die in der Schule in
einem Teilbereich (Lesen, Schreiben, Rechnen) über einen längeren Zeitraum Misserfolge haben und dort in ihrer Lernentwicklung stagnieren, obwohl sie offensichtlich über gute Anlagen verfügen. Diese Kinder fallen oft schon vor der Einschulung mit ihren Problemen auf, die sich dann im Verlauf der Grundschulzeit fortsetzen.

Merkmale

  • Sie vermeiden bestimmte Spiele wie Puzzle oder Memory
  • Sie basteln, malen oder bauen nicht gern
  • Sie sind in der Entwicklung ihrer Wahrnehmungsverarbeitung in einem oder mehreren Bereichen noch nicht so weit wie die meisten anderen Kinder
  • Ihre Sprachentwicklung ist verzögert. Sie können sich Verse schlecht merken und drücken sich nicht altersgemäß aus
  • Sie bemerken kleinere Mengenunterschiede weniger schnell und richtig
  • Sie haben wenig Selbstvertrauen und sind schnell verzagt
  • Sie wirken langsam oder oberflächlich und leicht ablenkbar
  • Sie müssen sich besonders anstrengen, die Schrift zu erlernen, Schwierigkeiten in der Feinmotorik führen zu Verkrampfungen und Unlustgefühlen
  • Sie brauchen länger als andere, um selbstständig richtig lesen, schreiben und rechnen zu lernen
  • Sie haben Schwierigkeiten, Mengen zu erfassen und aufzuteilen und in der Vorstellung des Zahlenraumes, sie zählen lange und schaffen es nicht, Rechenvorgänge zu automatisieren
  • Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Lernaufgabe auch über einen längeren Zeitraum fällt ihnen schwer, sie wirken beim Arbeiten fahrig und unkonzentriert

>>> Zeigt Ihr Kind ähnliche Merkmale, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf und vereinbaren einen Beratungstermin!


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Wie wird der besondere Bedarf festgestellt?

Oft sind Sie als Eltern die ersten, die bemerken, dass Ihr Kind sich im schulischen Lernen anders entwickelt als seine Mitschüler. Vielleicht sind Sie auch von der Lehrerin angesprochen worden, die mit Ihnen den Förderbedarf Ihres Kindes beraten möchte. Sie haben sich entschieden „der Sache auf den Grund zu gehen.“
Hier gibt es regionale Unterschiede in der Vorgehensweise. In der Regel melden Sie Ihr Kind zu einer diagnostischen Abklärung beim Schulpsychologischen Dienst, in einem sozialpädiatrischen Zentrum, bei einem niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater oder direkt in einer Praxis für integrative Lerntherapie an.
Die Kosten für die Lerntherapie werden unter bestimmten Voraussetzungen von Ihrem örtlichen Jugendamt übernommen. Es ist zu empfehlen, sich schon vor der Einleitung der Diagnostik dort zu erkundigen, welche Anforderungen an die Erstuntersuchung gestellt werden, um mehrfaches Testen zu vermeiden. Lerntherapie können Sie auch privat finanzieren.

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Was passiert in der integrativen Lerntherapie?


Die integrative Lerntherapie beginnt immer mit einem ausführlichen Gespräch, in dem der lerntherapeutische Handlungsbedarf geklärt wird und möglichst genaue Aufträge für die Lerntherapie erarbeitet werden. Dieses Gespräch wird in der Regel zunächst mit den Erziehungsberechtigten geführt. In diesem Anamnesegespräch werden auch bisherige diagnostische Ergebnisse - soweit sie vorliegen - erörtert oder gegebenenfalls Aufträge hierfür erteilt. Vom ersten Augenblick des lerntherapeutischen Prozesses an werden die Stärken (Ressourcen) der Kinder, aber auch der Eltern in die Arbeit einbezogen. Der lerntherapeutische Prozess enthält fortlaufend Elemente, die der Förderdiagnostik dienen. Ihre Auswertung ermöglicht die optimale individuelle Anpassung der therapeutischen Arbeit an die Bedürfnisse des zu fördernden Kindes. Lerntherapie findet in der Regel einmal wöchentlich je nach Bedarf in Einzeltherapie oder in der Kleingruppe (max. 4 Kinder) statt und kann bis zu 2 Jahren notwendig sein.

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Was passiert auf der Ebene des Kindes/Jugendlichen?


Professionelle Lerntherapie ermittelt den Lernentwicklungsstand des Kindes und setzt dort mit der Arbeit an, um ihm gleich zu Beginn der Lerntherapie Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Auf dieser Grundlage wird ein gutes Arbeitsbündnis geschlossen. Unter Einbeziehung der Stärken gelingt es so, schrittweise die Blockaden aufzulösen und den stagnierten Lernprozess wieder in Gang zu setzen mit dem Ziel, Anschluss an das selbständige schulische Lernen zu finden und konkrete Fortschritte im Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln.

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Was passiert auf der Ebene der Eltern?


Das Arbeitsbündnis muss natürlich auch mit den Eltern geschlossen werden. Regelmäßige Elterngespräche stützen die Entwicklung des Kindes und helfen, die Zielorientierung, aber auch die Erfolgskontrolle während des lerntherapeutischen Prozesses vorzunehmen. Eltern können lernen, angemessen mit den Schulproblemen ihres Kindes umzugehen. Sie entwickeln dabei andere Sichtweisen, um für die familiäre Alltagsbewältigung passende Lösungen zu finden, bei deren Umsetzung sie sich in den Beratungsgesprächen die nötige Unterstützung holen können.

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Was passiert auf der Ebene der Schule?


Die Zusammenarbeit mit der Schule ist selbstverständlicher Bestandteil der integrativen Lerntherapie, allerdings unter der Voraussetzung der elterlichen Zustimmung. In der Regel geht es hierbei um begleitenden Austausch mit dem Ziel, gemäß den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten die Ressourcen optimal zu nutzen. Dies gilt auch für parallel laufende ergotherapeutische, logopädische oder psychotherapeutische Behandlungen oder Hilfeplangespräche nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht, alle Protokolle, Berichte und Aufzeichnungen müssen entsprechend sorgfältig behandelt werden.






Elterninfo - Begabtenförderung- Was bedeutet hochbegabt?

Hochbegabte Schülerinnen und Schüler erzielen in mehreren Gebieten überdurchschnittliche Leistungen. Das können z. B. ein besonders ausgeprägtes Sprachenverständnis oder auch herausragende mathemathische Leistungen sein.
Sie denken und arbeiten schneller als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.
Werden Hochbegabte nicht ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert, fühlen sie sich schnell unterfordert. Bei dauerhaft unterforderten Kindern und Jugendlichen kann es zu Fehlentwicklungen oder Verhaltensauffälligkeiten kommen.
Daher benötigen begabte Schülerinnen und Schüler eine Förderung, die ihre speziellen Lernbedürfnisse berücksichtigt, damit sie ihr vorhandenes Potential auch in Leistung umsetzen können.


Eine erste Checkliste

Checkliste für Hochbegabte aus der Broschüre ,Begabte Kinder finden und fördern' des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft. Es müssen nicht alle der folgenden Merkmale zutreffen. Vollständige Klarheit kann nur ein professionelles Gutachten liefern.

Merkmale des Lernens und Denkens bei motivierten hochbegabten Kindern
  • sehr hohes Detailwissen in einzelnen Bereichen
  • ungewöhnlich großer Wortschatz für ihr Alter
  • ausdrucksvolle, ausgearbeitete und flüssige Sprache
  • schnelles Merken von Fakten
  • schnelles Durchschauen von Ursache-Wirkung-Beziehungen
  • Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden
  • schnelles Erkennen von grundlegenden Prinzipien
  • schnelles Herstellen gültiger Verallgemeinerungen
  • gute Beobachtungsgabe
  • lesen viel und vor allem Bücher, die über ihre Altersstufe deutlich hinausgehen
  • denken kritisch, unabhängig und wertend

Arbeitshaltung und Interessen
  • Hochbegabte gehen in Problemen völlig auf, wenn sie motiviert sind
  • sie wollen Aufgaben immer vollständig lösen
  • Routineaufgaben langweilen leicht
  • sie streben nach Perfektion
  • sie sind selbstkritisch
  • sie arbeiten gern unabhängig, um Probleme durchdenken zu können
  • sie setzen sich hohe Leistungsziele, die sie mit einem Minimum an Anleitung und Hilfe durch Erwachsene erreichen
  • sie interessieren sich für "Erwachsenen"-Themen (Umweltfragen, Politik, Religion, Philosophie, Sexualität, Gerechtigkeit u.a.)

Soziales Verhalten
  • Häufige Beschäftigung mit Begriffen wie Gerechtigkeit, Gut-Böse, Recht-Unrecht
  • ausgeprägtes Moralbewusstsein und grundsätzliche Ablehnung körperlicher Gewalt Individualismus
  • prüfen Meinungen von Autoritäten, bevor sie sie akzeptieren
  • übernehmen Verantwortung
  • zuverlässig in Planung und Organisation
  • bevorzugen meist ältere Spielgefährten oder Erwachsene, sind auf der Suche nach Gleichbefähigten
  • wollen über ihre Situation selbst bestimmen
  • können sich in andere einfühlen und sind daher für politische und soziale Probleme aufgeschlossen

 


>>> Bei Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung!

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